
Die Rekonstruktion der Herkunft der Familie Dulcken:
Eine verlorene Heiratsurkunde, eine unbekannte Mutter und die frühesten Lebensjahre von Johann Daniel Dulcken (1706–1757)
Zusammenfassung
Die frühe Biografie des berühmten Cembalobauers Johann Daniel Dulcken (1706–1757) enthält mehrere ungeklärte Fragen hinsichtlich seiner Abstammung und seines familiären Hintergrunds. Durch eine erneute Untersuchung der Kirchenbücher von Berleburg, Wingeshausen, Weisel, St. Goar und Maastricht lässt sich eine bisher übersehene Episode in der Geschichte der Familie Dulcken rekonstruieren. Die Belege zeigen, dass Georg Ludwig Dülcken im Oktober 1704 einen älteren Sohn namens Johann Daniel bekam, der unter Notumständen getauft wurde und kurz darauf starb. Der spätere Cembalobauer, geboren 1706, scheint den Namen dieses verstorbenen Geschwisters geerbt zu haben. Die Quellen ermöglichen ferner die Identifizierung seiner Mutter als Johanna Margareta Dülcken, deren Mädchenname unbekannt bleibt. Diese Erkenntnisse tragen zu unserem Verständnis der Genealogie der Familie Dülcken bei und veranschaulichen allgemeine Muster der Namensgebung und der familiären Kontinuität im protestantischen Deutschland des frühen 18. Jahrhunderts.
Einleitung
Unter den bedeutendsten Cembalobauern des 18. Jahrhunderts in Europa nimmt Johann Daniel Dulcken einen herausragenden Platz ein. Seine vorwiegend in Antwerpen gefertigten Instrumente prägten den Klavierbau weit über die südlichen Niederlande hinaus und begründeten eine Dynastie von Instrumentenbauern, deren Nachkommen während des gesamten 18. Jahrhunderts tätig blieben.
Trotz seiner Bedeutung sind einige Aspekte seines familiären Hintergrunds nach wie vor lückenhaft dokumentiert. Während sein Vater, Georg Ludwig Dülcken (1679–1752), in zeitgenössischen Quellen eindeutig identifiziert ist, haben die Identität seiner Mutter und die Umstände der Eheschließung seiner Eltern in der Forschung bisher wenig Beachtung gefunden.
Die erhaltenen Kirchenbücher ermöglichen eine teilweise Rekonstruktion dieser fehlenden Elemente und offenbaren eine unerwartete Verbindung zwischen dem zukünftigen Instrumentenbauer und einem früher verstorbenen Bruder mit demselben Namen.
Die Familie Dülcken und die Konfirmationspraxis in Berleburg
Die Familie lässt sich auf Pastor Eberhard Dülcken (ca. 1633 – Elverfeldt – † 20. April 1699 – Berleburg) zurückführen, der als Rektor und später als Pfarrer in der Grafschaft Berleburg tätig war.¹
Besonders aufschlussreich sind die von Inspektor Scheffer nach 1702 geführten Konfirmationsregister. Scheffer trug rückwirkend Konfirmationsdaten in frühere Taufregister ein und legte gleichzeitig separate Konfirmationsregister an. Diese Aufzeichnungen zeigen, dass die Konfirmation häufig in einem Alter stattfand, das deutlich über dem heute üblichen lag.
Unter den vierzehn Konfirmanden, die 1703 verzeichnet wurden, reichte das Alter von vierzehn bis neunzehn Jahren. Georg Ludwig Dülcken selbst wurde im Alter von siebzehn Jahren konfirmiert.²
Die Belege deuten darauf hin, dass eine verspätete Konfirmation in der Region eher der üblichen kirchlichen Praxis entsprach als einem Mangel an Bildung.
Die Hochzeit in Weisel und das verlorene Register

Eine Kopie der Taufurkunde von Johann Daniel, (*) 14. Oktober 1704, Sankt Goar
Met dank aan mevrouw Nagel. Moderator Archion Forum

1704,
"Den 14 8br [Oktober] des Abends um 9 Uhr ist im Hauß ge-
taufft worden, Johann Daniel, Herrn Georg
Ludwig Dülckens, Söhnlein. Gevatter ist gewesen
Herr Luther Daniel Maul, Hospital-Meister.
Ist im Noth-Fall geschehen, dann das Kindlein
sehr schwach gewesen, wie die Amme sagte.
Sind des Tags vorher copuliret worden
zu Weissel.
Das Kind ist in der
Woch gestorben und
ohne Pomp be-
graben".
Die früheste bekannte Eheschließung von Georg Ludwig Dülcken wirft ein ungewöhnliches archivarisches Problem auf.
Ein Taufeintrag vom 14. Oktober 1704 besagt, dass Georg Ludwig und seine Frau „am Vortag“ in Weissel geheiratet hatten. Das Heiratsregister, in dem dieser Eintrag verzeichnet sein müsste, ist jedoch nicht mehr vollständig erhalten.



Der relevante Teil des Weisel-Heiratsbuchs, der die Jahre 1689–1710 abdeckt, fehlt. Das Fehlen dieser Seiten scheint schon seit langem bekannt zu sein, und es wurde keine zeitgenössische Erklärung für ihren Verlust gefunden.
Folglich stellt der Taufeintrag vom Oktober 1704 den frühesten erhaltenen dokumentarischen Nachweis für die Eheschließung dar.

Der erste Johann Daniel Dülcken
Derselbe Eintrag dokumentiert ein dramatisches Ereignis.
Am Abend des 14. Oktober 1704 wurde Georg Ludwig Dülcken und seiner Frau ein Sohn geboren. Da der Säugling angeblich äußerst schwach war, wurde im Haus eine Nottaufe vollzogen.
Der Original-Eintrag lautet:
„Den 14. 8br des Abends um 9 Uhr ist im Haus getauft worden Johann Daniel, Herrn Georg Ludwig Dülckens Söhnlein … Ist im Notfall geschehen, denn das Kindlein war sehr schwach.“⁴
Das Register schließt mit einer kurzen, aber bedeutungsvollen Anmerkung:
„Das Kind ist in der Woche gestorben und ohne Pomp begraben.“⁵
Diese Aussage lässt kaum Zweifel daran, dass das Kind nur wenige Tage überlebte.
Die Anwesenheit von Luther Daniel Maul, der als Hospitalmeister identifiziert wird, unter den an der Taufe Beteiligten deutet auf eine mögliche Verbindung zu den Krankenhauseinrichtungen im Raum St. Goar hin, auch wenn die genauen Umstände unklar bleiben.
Die Anfänge eines zukünftigen Cembalobauers

transcriptie Dr. Johannes Burkardt
Eodem Ich Georg Ludwig Dülcken einen
Jungen sohn tauffen laßen, gevatter:
mein Schwager Johan Daniel Eberhardi
Inspector zu Siegen
mein Bruder Johan Leopold Dülcken, Prae=
ceptore 4 et 3ter Classis in Bremen
mein schwester Anna Catharina.
Ist genant
Johan[n] Daniel.
Aus Wingeshausen ist ein zweiter Taufeintrag erhalten.
Am 21. April 1706 ließ Georg Ludwig Dülcken einen weiteren Sohn taufen. Zu den Paten gehörten Johann Daniel Eberhardi, Inspektor in Siegen, Johann Leopold Dülcken, Lehrer in Bremen, und Anna Catharina Dülcken.⁶
Das Kind erhielt erneut den Namen Johann Daniel.
Angesichts des dokumentierten Todes des früheren Kindes ist es unwahrscheinlich, dass diese Wiederholung zufällig war. Die Wiederverwendung von Namen nach dem Tod eines Kindes war im gesamten protestantischen Europa eine weit verbreitete Praxis und erfüllte sowohl praktische als auch gedenkende Funktionen.⁷
Der zweite Johann Daniel sollte später zu dem berühmten Cembalobauer werden, der der Geschichte als Johann Daniel Dulcken bekannt ist.
Die Identifizierung der Mutter
Die Identität von Johann Daniel Dulckens Mutter ist in weiten Teilen der Sekundärliteratur ungeklärt geblieben.
Ein wichtiger Hinweis ergibt sich aus einer am 22. Januar 1736 in Maastricht verzeichneten Taufe. Bei der Taufe von Johanna Magdalena, Tochter von Johan Christian Dülcken und Anna Christiana Knöpffel, wird eine Taufpatin als „Frau Dülcken“ genannt, nämlich Johanna Margareta Dülcken.⁸
Der Kontext deutet stark darauf hin, dass sie zur Generation der Großeltern gehörte.
Diese Aufzeichnung ermöglicht es daher, die Ehefrau von Georg Ludwig Dülcken als Johanna Margareta Dülcken zu identifizieren. Ihr Mädchenname bleibt jedoch unbekannt aber es handelt sich wahrscheinlich um Johanna Margaretha Schramm
Da sie im Januar 1736 dokumentiert ist, bei späteren Familienereignissen jedoch nicht in Erscheinung tritt, ist es plausibel, dass sie zwischen 1736 und etwa 1737 verstorben ist.

• Was peettante, vermeld als Johanna Margaretha DÜLCKIN, bij de doop van Johan Jacob, (*) 8 jan. 1730 Bad Berleburg, zoon van Christian Kauffmann en Maria Justina.
• Ist Taufpatin, aufgeführt als „Johanna Margaretha meine Hausfrau“, bei der Taufe von Johanna Margaretha, (*) 20. November 1735 in Wingeshausen, Tochter von Sohn Carl Ludwig Dülcken und Schwiegertochter Maria Catharina N.N.. = dies wurde von ihrem Ehemann Georg Ludwig Dülcken selbst verfasst..... !
• War Taufpatin, aufgeführt als Johanna Margereta DÜLCKEN, bei der Taufe von Johanna Magdalena, (*) 22. Januar 1736 in Maastricht, Tochter von Sohn Johan Christian Dülcken und Schwiegertochter Anna Christiana Knöpffel.
| met dank aan Ivo de Bruin |
Johanna Margareta Dülcken (born 1684 – † ??)

Hochzeit
Eberhard Dülcken ( ca 1633 - Elverfeldt - † 20 april 1699 - Berleburg) - Rektor - Pfarrer - Inspektor - Organist
Maria Magdalena Lehr (1647 – 1710). Sie heiratete 1664 im Alter von etwa 17 Jahren Eberhard (stamboom Lehr)
Johann Jakob Schramm (* 9. März 1645; † 1729) und dessen Frau Anna Catharina Lehr geb. vor 1652 Tochter des Altbürgermeisters in Berleburg Andreas Lehr
Johanna Margareta Dülcken (born 1684 – † ??) = Johanna Margareta Schramm?
Aus dem Familienbuch Weisel Band 3
Johann Jakob Schramm war 1645 in Berleburg geboren und hatte in Herborn studiert. Danach hatte er eine Pfarrstelle in Girkhausen bei Berleburg bekommen und die ebenfalls aus Berleburg stammende Anna Catharina Lehr geheiratet. Beide bekamen mindestens fünf Kinder, drei davon heirateten später in Kaub. 1679 war Johann Jakob zum Pfarrer in Weisel berufen worden und mit seiner ganzen Familie dorthin gezogen. 1680 wurde er offiziell der Gemeinde präsentiert. Bis zehn Jahre vor seinem Tod, also fast vierzig Jahre, versah er die Weiseler Pfarrstelle und erlebte viele Höhen und Tiefen in dieser Zeit. Sein Wirken ist ausführlicher beschrieben im Buch Das Dorf Weisel II, S. 36ff. Jahrelang musste er wegen der Kriegswirren auf einen Teils eines Gehaltes verzichten, auch litt die Familie darunter, dass das Pfarrhaus baufällig war und nur unzureichend repariert wurde (s. Das Dorf Weisel II, S. 165f.). Bei ihnen lebte für einige Zeit auch die Schwester von Anna Catharina, Maria Juliana Lehr. Der Sohn Johann Georg war blind auf die Welt gekommen; für ihn kaufte die Tochter Maria, die unverheiratet blieb, 1725 für 100 Gulden ein Haus in Weisel im „Entenquack“. Der Vater Johann Jakob hatte seine Kinder selbst unterrichtet; der älteste Sohn Johann Philipp wurde zum Pfarrer ausgebildet und durfte seinem Vater 1719 im Amt nachfolgen, nachdem dieser einen Bittbrief an die Behörden gerichtet hatte. Der 73 jährige Vater Johann Jakob begründet diese Bitte damit, dass man seiner Frau nicht zumuten könne, mit ihrem Sohn Johann Georg, den als Kind „der Schlag oder die Hand Gottes gerührt“ habe, und der seitdem blind und zum Teil lahm geworden sei, auswandern zu müssem „an einen fremden Ort“. Außerdem habe ihm sein Sohn Johann Philipp schon assistiert und sei bei der Gemeinde beliebt. Der Sohn Heinrich studierte Theologie in Herborn und wurde später dort ein bekannter Professor, bis heute ist sein Grabstein in der Herborner Stadtkirche erhalten.
So sehr sich Johann Jakob um seine Kinder und seine theologischen Studien kümmerte, so sehr vernachlässigten er und sein Sohn Johann Philipp die Kirchenbücher. Während sie die Geburten noch einigermaßen vollständig aufzeichneten, gibt es große Lücken bei den Heiraten ab 1713 und fast keine Sterbeeinträge zwischen 1674 und 1730 und keine Konfirmationslisten. Auch ist kein einziges Konsistoriumsprotokoll erhalten. 1729 starb Johann Jakob, wann Anna Catharina starb ist nicht überliefert.
Die Tochter Maria starb 1739 mit 65 Jahren, ihr Bruder Johann Georg 1742 mit 71 Jahren in Weisel. Ein Jahr später verkaufte ihr Bruder Heinrich das Haus in Weisel.
The son of the pastor Johann Jakob Schramm (born 9 March 1645; died 1729) and his wife Anne Catherina, the daughter of Andreas Lehr, the former mayor of Berleburg, was educated by his father until the age of fourteen. In 1690, he continued his education at the University of Herborn, where, after a two-year introductory period, he turned to the study of theology. His teachers there were Johann Heinrich Florin (1650–1700) and Heinrich Horche (1652–1729). He continued his studies in Holland at the University of Franeker. There he attended lectures by Campegius Vitringa the Elder, Hermann Alexander Roëll and Jacob Rhenferd (1654–1712).
De zoon van dominee Johann Jakob Schramm (* 9 maart 1645; † 1729) en zijn vrouw Anne Catherina, de dochter van de voormalige burgemeester van Berleburg, Andreas Lehr, kreeg tot zijn veertiende jaar onderwijs van zijn vader. In 1690 zette hij zijn opleiding voort aan de Hogeschool in Herborn, waar hij zich na een inleidende periode van twee jaar toelegde op de studie van de theologie. Johann Heinrich Florin (1650–1700) en Heinrich Horche (1652–1729) waren daarbij zijn docenten. Hij zette zijn studie voort in Nederland aan de Universiteit van Franeker. Hier woonde hij de colleges bij van Campegius Vitringa de Oudere, Hermann Alexander Roëll en Jacob Rhenferd (1654–1712).
Reformierte/Evangelische Pfarrer WEISEL - periode 1679-1719 JOHANN JAKOB SCHRAMM aus Berlenburg


Schramm, Johann Heinrich, der Heiligen Schrifft Doctor. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 35, Leipzig 1743, Sp. 1086–1092.
"Schramm, (Johann Jacob) Prediger zu Weissel im Ober-Amt-Bacharais, war gebohren den 9 Merz 1645 zu Berlenburg. Sein Vater war Johann Schramm, Alt-Bürgermeister und Gerichts-Schöpffe daselbst. Er studierte zu Herborn, Marburg und Heidelberg, und, nachdem er von hohen Schulen zurückgekommen, so wurde er von dem damals regierenden Grafen Georgen zu Witgenstein-Berlenburg zur Unterweisung seines Erb-Sohnes Ludewig Fransgens bestellet. Diese Bedienung verwaltete er zum Vergnügen seiner Herrschaft eine Zeitlang dergestalt, daß er hernach zum Prediger zu Gerckhausen, einem ehemals unter dem Pabstthum wegen einer grossen Wallfahrt bekannten Ort, in der Grafschaft Berlenburg befördert wurde. Von dannen bekam er im Jahr 1679 vom Chur-Pfälzischen Kirchen-Rath, nach gethanem Vorschlag seines ehemaligen Lehrers, des berühmten ersten Mitglieds besag-"
Ursprünglicher Bewohner von Ludwigsburg (ab 1724): Graf Ludwig Franz (1694–1750), nach dem der Komplex schließlich auch benannt wurde.
VIDEO
Erbauet hat mich Graf Casimir Eintausend Siebenhundert Zwanzig Vier - Ludwigsburg - MANNUS RIEDESEL
"besagten Raths, des D. und Prof. Johann Ludewig Fabricius, den Beruff nach obengedachtem Weissel, welcher Gemeine er mit Ausschlagung verschiedener anderer ihm angetragenen Pfarr-Stellen 50 Jahr lang mit besonderm Fleiß und Treue, in wahrer Gottseligkeit vorgestanden, da ihm denn in den letzten Jahren sein Sohn Johann Philipp beygefüget worden, der zwar nach ihm die Bedienung behalten, allein dem Vater nicht so gar lange nachgelebet hat. Unser Johann Jacob Schramm ließ sich bey seinem Predigt-Amt auch angelegen seyn, der studirenden Jugend mit seiner Unterweisung zu dienen, daher er denn vieler vornehmer Leute Kinder bey sich im Hause hatte. Er hat im Predigt-Amt 55, im Leben aber beynahe 85 Jahre zugebracht. Es ist merckwürdig, daß er auch 50 Jahre im Ehestande zurückgelegt hat mit Annen Catharinen Lehrin, Andreas Lehren, ehemaligen Hoch-Gräflich Rentmeisters und Alt-Bürgermeisters zu bereits gedachtem Berlenburg, Tochter, welche ihm 8 Kinder, nehmlich 6 Söhne und 2 Töchter, gebohren, davon ausser dem oben in einem besondern Artickel gedachten Johann Heinrich noch 2 Söhne am Leben sind."
Schramm, (Johann Jacob), predikant in Weisel in het district Bacharach, werd geboren op 9 maart 1645 in Berleburg. Zijn vader was Johann Schramm, de voormalige burgemeester en schepen aldaar. Hij studeerde in Herborn, Marburg en Heidelberg en na zijn terugkeer van de universiteit werd hij door de toenmalige graaf Georg van Wittgenstein-Berleburg aangesteld als privéleraar voor diens erfzoon, Ludewig Frans. Hij vervulde deze taak gedurende enige tijd tot grote tevredenheid van de graaf, waarna hij werd gepromoveerd tot predikant in Girkhausen, een plaats in het graafschap Berleburg die voorheen onder het pausdom bekendstond als een belangrijk bedevaartsoord. Van daaruit ontving hij in het jaar 1679 een beroep naar het eerder genoemde Weisel van de kerkraad van de Keur-Palts, op voordracht van zijn voormalige leraar, de beroemde Dr. en Professor Johann Ludewig Fabricius.
Hij leidde deze gemeente 50 jaar lang met bijzondere ijver, trouw en oprechte vroomheid, waarbij hij verschillende andere aangeboden predikantsplaatsen afsloeg. In zijn laatste jaren kreeg hij ondersteuning van zijn zoon, Johann Philipp, die de functie na hem overnam maar zijn vader niet lang overleefde. Johann Jacob Schramm zette zich tijdens zijn ambt ook in voor het onderwijzen van studerende jongeren; hij had de kinderen van vele vooraanstaande mensen bij hem in huis. In totaal was hij 55 jaar werkzaam in het ambt en bereikte hij een leeftijd van bijna 85 jaar. Opmerkelijk is dat hij ook 50 jaar getrouwd was met Anna Catharina Lehr, de dochter van Andreas Lehr, de voormalige rentmeester en burgemeester van Berleburg. Zij schonk hem 8 kinderen (6 zonen en 2 dochters), van wie er naast de in een afzonderlijk artikel genoemde Johann Heinrich nog twee zonen in leven zijn.
Schramm, (Johann Jacob), preacher in Weisel in the district of Bacharach, was born on March 9, 1645, in Berleburg. His father was Johann Schramm, former mayor and magistrate there. He studied in Herborn, Marburg, and Heidelberg, and after returning from university, he was appointed by the then-reigning Count George of Wittgenstein-Berleburg to tutor his heir, Ludwig Franz. He performed this duty to the satisfaction of his lordship for some time, after which he was promoted to preacher in Girkhausen, a place in the county of Berleburg formerly well-known under the papacy for a great pilgrimage. From there, in the year 1679, he received a call to the aforementioned Weisel from the Palatine Church Council, following a nomination by his former teacher, the famous first member of said council, Dr. and Prof. Johann Ludewig Fabricius.
He presided over this congregation for 50 years with exceptional diligence, loyalty, and true godliness, turning down several other pastoral positions offered to him. In his final years, he was joined by his son, Johann Philipp, who took over the office after him but did not survive his father by very long. Our Johann Jacob Schramm also made it his business in his ministry to serve the studying youth with his instruction; consequently, he had the children of many prominent people in his house. He spent 55 years in the ministry and lived to be nearly 85 years old. It is remarkable that he also completed 50 years of marriage with Anna Catharina Lehr, daughter of Andreas Lehr, former rentmaster and mayor of the already mentioned Berleburg. She bore him 8 children, namely 6 sons and 2 daughters, of whom—besides Johann Heinrich, mentioned above in a special article—two sons are still living
St. Goar, the Knöpffel Family, and Family Memory

Heiratseintrag Johann Daniel Dülcken und Susanna Maria Knüpfelin transcriptie Dr. Johannes Burkardt
Complete
The marriage of the merchant and trader Johann Daniel Dülcken, son of the pastor Dülcken of Wingeshausen in the county of Berleburg, to Susanna Maria Knüpfelin, daughter of the late Provisions Commissioner and Cathedral Steward Johann Conrad Knüpfel, on 17 December 1733
(The 1733 marriage record states: Archive of the Evangelical Church in the Rhineland, Boppard, KB 149/1 (St. Goar ref.), p. 287.)
The reconstruction acquires additional significance through Johann Daniel Dulcken's later marriage.
On 17 December 1733, he married Susanna Maria Knöpffel at St. Goar.⁹ The marriage record identifies him as a merchant and legitimate son of Pastor Georg Ludwig Dülcken of Wingeshausen.
Susanna Maria
(Sankt Goar 11 september 1706- † Heerde 12 juni 1789) was the daughter of Johann Conrad Knöpffel, former Proviant-Commissarius and Stiftskellner at St. Goar.¹⁰

Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Boppard - Heirat von Conrad Knöpfel und Regina Magdalena Dirx am 29. April 1695 (KB 149/1, S. 255)
Die geografische Übereinstimmung ist bemerkenswert. Die Region, mit der der Tod des ersten Johann Daniel im Jahr 1704 in Verbindung steht, wurde später Schauplatz der Hochzeit des zweiten Johann Daniel im Jahr 1733.
Ob dies auf anhaltende familiäre Kontakte oder auf reinen Zufall zurückzuführen ist, lässt sich anhand der erhaltenen Quellen nicht feststellen. Dennoch ist die Kontinuität auffällig.

Taufeintrag Susanna Maria Knöpfel - transcriptie Dr. Johannes Burkardt
Complete
Den 11 t[en] [Novem]bris wurde Don[n]erstag Nachmittags zwisch[en] 12 u[nd] 1 Uhren
nach gehaltener
Beth=Stunde in öffentl[icher] Versam[m]lung getaufft Susanna Maria,
H[errn] Johann Conrad Knöpffels, Proviant-Com[m]issarii u[nd] Stiffts=
Kellners allhier Töchterlein. Gevattern waren Herr Oswald
Wollff, Nachgänger am hiesigen Hoch=Fürstl[ichen] Gesam[m]t-Rhein=
Zoll, u[nd] Fr[au] Maria Barbara, H[errn] Samuel Kellers, Stadt=
Lieutenants allhier ehel[iche] Hauß-Frau, wie auch H[errn] Pfarrers Geissel
Fr[au] Eheliebste von Wollroda
des H[errn] Vatters Schwester.*
* Die letzten 12 Wörter mit blasserer Tinte später nachgetragen.
Susanne Christine Knöpfel, geboren 1672, heiratete in erster Ehe Andreas Kornemann, Pfarrer in Dagobertshausen, und 1699 in zweiter Ehe Hermann Geißell, Pfarrer in Wollrode.
1.
Es ist üblich, dass in Taufregistern nur der Name des Vaters aufgeführt ist; ebenso werden in Heiratsregistern manchmal nur die Namen der Väter der Braut und des Bräutigams genannt, nicht jedoch die ihrer Mütter. Dies bedeutet nicht, dass die Mutter einem anderen Glauben angehörte. Im Gegenteil: Hätte die Mutter einen anderen Glauben als der Vater gehabt, wäre dies wahrscheinlich ausdrücklich in der Taufurkunde vermerkt worden.
2.
Der Eintrag findet sich im Kirchenbuch der reformierten Gemeinde von St. Goar. Nach der Einführung der Reformation 1527/28 war St. Goar zunächst lutherisch, wurde aber 1605, als das Haus Hessen-Kassel zum reformierten Glauben übertrat, reformiert. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Untere Grafschaft Katzenelnbogen, zu der St. Goar gehörte, vom Haus Hessen-Darmstadt übernommen, das lutherisch geblieben war, sodass die Gemeinde St. Goar ab 1626 wieder lutherisch war. In der Endphase des Dreißigjährigen Krieges kam es erneut zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt um die Untere Grafschaft Katzenelnbogen, was dazu führte, dass ab 1649 neben der lutherischen eine reformierte Gemeinde gegründet wurde; beide hielten ihre jeweiligen Gottesdienste in der Stiftskirche ab. Dies blieb für die nächsten 168 Jahre so, bis sich die lutherische und die reformierte Gemeinde 1817 vereinigten.

Joannes Daniel Dulcken 1745 - Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente, 726
•. Johannes Daniel Dülcken
(Wingeshausen 21 april 1706 – † Antwerpen 11 april 1757 - begraven Putte) ENGLISH VERSION
&
•.Susanna Maria Knöpffel (Knoepfell, Knöpffel, Knoeffel, Knifflein, Knopfell, Kneffeling)
(Sankt Goar 11 september 1706- † Heerde 12 juni 1789)
•.Johannes Lodewijk (Louis)Dülcken
(Maastricht 15 april 1735 – † after Monday, August 31, 1795) ENGLISH VERSION
&
•.Catrina Kooningh
(Amsterdam 23 januari 1732- † ?)
•.Johannes Dülcken
(Antwerpen 10 september 1742 – † 22 juli 1775) ENGLISH VERSION
&
•.Sara Brull
•.Johannes Lodewijk (Louis) Dülcken
(Amsterdam 9 augustus 1761 – † München 1836). ENGLISH VERSION
&
•.Sophie Lebrun
(London 20 Juli 1781 – † München 23 Juli 1863)
Foundation Musick's Monument